Samstagspalaver vom 7. Februar 2026
Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung von dem angeregten Gespräch zur Hühnerhaltung.
Eine grössere Interessengruppe versammelt sich im Demeterhof-Aufenthaltsraum zum Thema Huhn und Ei.
Cornelia Eugster (www.oskiundco.ch), die Referentin bringt eine Kostprobe von feinem Fleischkäse mit aus 3/4 Huhn und 1/4 Schwein.
Sie erzählt über die spezielle Zweinutzungsrasse von ÖTZ (https://oekotierzucht.de/de/), Coffee und Cream. Diese klassische Zweinutzungsrasse, die aus einer Kreuzung der beiden Rassen «Bresse Gauloise» und «New Hampshire» entstehen. Aus dieser Anpaarung geht eine Herde aus braunen, weissen und teilweise schwarz gemusterten Tieren hervor.
Die New Hampshire-Hennen für diese Gebrauchskreuzung, bei der sowohl Huhn und Hahn genutzt werden, kommen aus der ehemaligen DDR. Der Hahn setzt mehr Fleisch an. Sowohl Hahn (Bruderhahn) und das Huhn werden zu Lebensmittel verarbeitet. Brüderhähne kommen in separate Aufzuchten.
Auf Ihrem Hof beherbergt sie 50 ÖTZ Legehennen Coffee in einem fahrbaren Stall. Ihre Demeter-Eier werden im Hof Breitlen verkauft. Der Preis pro Ei ist bei CHF 1.20 festgelegt.
Die Rasse Coffee sei schwerer als andere Sorten. Sie werden viel öfter ‚gluggerig‘ als die herkömmlichen Legehybriden. Es komme vor, dass die Hennen ihre Eier aus dem Auffangkorb angeln und bebrüten wollen. Einige gehen in die Brüche dabei. Gluggerige Hühner werden in separaten Gehegen gehalten, wo sie keine Möglichkeiten haben zu brüten. Dies so lange, bis sie die Lust am Brüten wieder «vergessen» haben. Während der warmen Jahreszeit sei dieses Gehege sehr häufig bewohnt.
Konventionelle Legehennen legen ab der 20. Lebenswoche Eier. Dies tun sie für 52 Wochen, werden dann geschlachtet und häufig zu Tierfutter verarbeitet. Das Ziel ist, dass sie täglich ein Ei produzieren. Ein Huhn sei «Licht- affin» und brauche 14 Stunden am Tag Sonne oder künstliches Licht. Zuwenig Licht vermindert die Legeleistung. Je älter ein Huhn ist, desto grösser werden die Eier. Die Schale wird brüchiger und entwickelt im Alter oft eigenartige Gestalt. Die Lebenszeit eines Huhns ist 6-7 Jahre. Sie können durchaus zehn Jahre alt werden.
In der konventionellen Hühnerzucht wird das Geschlecht vor dem Schlüpfen bestimmt. Am 8.Tag schlägt das Kükenherz. Am 11./12. Tag ist die Geschlechts-Bestimmung. Nach 21 Tagen schlüpft das Küken.
Wann gibt es Eier?
Das ganze Jahr über. Das entspricht nicht wirklich den natürlichen Tatsachen. Mit Licht wird im Winter der Tag künstlich verlängert, damit die Hühner weiterhin legen und nicht in die Mauser kommen.
Cornelia verkauft auch die Spezialeier (Struktur der Schalen anders)
Die Brüder dieser Zweinutzungs-Hennen müssen anders zubereitet werden. Eher gegart.
Der Bruderhahn braucht viel Getreide, ist somit Nahrungskonkurrent zum Menschen. Im Futter sei auch Soja (Protein) und Klee.
Hühner sind menschenbezogen. Erkennen ‚ihren‘ Mensch.
Hackordnung, die gibt es. Jung und alt sind nicht so gut mischbar.
Struktur der Demeter Geflügelhalter in der Schweiz:
-80 % Kleinbetriebe bis 250 Hühner
-20 % Grossbetriebe mit 2000 Hühner. Sie produzieren 80 % der Demeter Eier in der Schweiz.
Die Göttin Demeter, wird mit Ähre und Hahn dargestellt wird