Samstagspalaver am 10. Januar 2026

 

HIer finden Sie den Bericht von unserem Januar Treffen.

 

Es ist schön, dass immer wieder andere Menschen an diesem monatlichen Austausch teilnehmen. Dadurch wiederholen sich manche Themen, die dann neu und vertieft angeschaut werden können. So werden immer wieder neue Aspekte zutage gefördert.

Das Januar-Palaver führte von kleineren zu ganz grossen Fragen…

Das Gespräch In Stichworten:

Äpfel: welche sind frisch aus der aktuellen Saison, welches ist Lagerobst, das vielleicht schon lange in einem hochtechnisierten Lager verbracht hat?

Alternative Lieferanten ohne Bio-Label: ist kaum möglich, da auch der Laden kontrolliert wird und nicht einfach «konventionelle» Produkte mit verkaufen darf. Das ist auch bei Honig ein Thema.

Anbauflächen in Strassennähe, Schadstoffe sind allgegenwärtig und unvermeidlich. Demeter-Anbau ist auch zukunftsgerichtet, soll Gesundheit des Bodens und Resilienz der Pflanzen und der Menschen fördern.

Was «gut» oder «richtig» ist, sei es beim Anbau, beim Einkauf oder beim Konsum, unterliegt oft einem Zielkonflikt. Ist das Label wichtiger oder die regionale Herkunft? Die Art des Transports oder die Minimierung vom Foodwaste? Der Geschmack oder das rationelle Einkaufen an einem Ort? Und so weiter…

Als Konsument/in die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist anspruchsvoll. Allzuviel Moralismus aber ist hemmend und ungesund.

Sich gut informieren ist ein Schlüsselelement. So wird geschätzt, dass im Hofladen gut ersichtlich ist, welches eigene Produkte sind und woher andere kommen. Auch Rezepte kommen gut an, namentlich für Gemüsearten, die neu oder eher unbekannt sind oder die es gerade im Überfluss gibt.

Auch der persönliche Kontakt anstelle der Anonymität bei Grossverteiler ist ein Kriterium. Vertrauen aufzubringen hat eine Wirkung.

Die Strukturen in Lebensmittelerzeugung und -handel sind mitunter problematisch. Einfluss der Grossbetriebe, der Grossverteiler. Staatliche Subventionen, Politik! Quantität übersteuert Qualität immer, wenn allein wirtschaftlich gedacht wird. Dabei sollte man die Erzeugung von Nahrung nicht mit der Fabrikation von Autos gleichsetzen. Billige Preise haben ihren «Preis» - jemand bezahlt dafür.

 

Das nächste Samstags-Palaver findet statt am 7. Februar und wird dem Thema «Ei und Huhn» gewidmet sein. Cornelia Eugster, eine der Eierlieferantinnen, wird als Fachfrau  mit dabei sein.